Ulrich Plenzdorf, "Die neuen Leiden des jungen W."

Plenzdorf, "Die neuen Leiden des jungen W."
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Ulrich Plenzdorf,
Die neuen Leiden des jungen W.
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Die Geschichte von Edgar Wibeau beginnt – nicht wie in vielen anderen Büchern mitten im Leben – mit dem Tod Edgars.

Edgar Wibeaus Vater sucht nach Edgars Tod bei nahestehenden Personen Informationen über das Leben seines Sohnes. Edgar wuchs jedoch (seit seinem fünften Lebensjahr) ohne seinen Vater bei seiner Mutter auf. Er war als Musterschüler bekannt. Bei einem Streit mit dem Ausbilder bricht er diesem jedoch einen Zeh, indem er eine Steinplatte auf dessen Fuß fallen lässt.

Daraufhin beschließt er mit seinem Freund Willi, nach Berlin zu gehen. Edgar versucht dort, sich an der Kunsthochschule zu bewerben. Nachdem er dort abgelehnt wurde, findet er in einer kleinen, abrissreifen Laube von Willis Eltern Unterschlupf.

Bald lernt er Charlie kennen, weil diese mit ihrer Kindergruppe oft auf dem Nachbargrundstück von Edgars Laube spielt und verliebt sich in sie. Charlie hegt offensichtlich ebenfalls große Sympathien für Edgar, lässt sich aber nicht wirklich auf ihn ein; unter anderem auch deshalb, weil sie verlobt ist. Charlie ist stärker als Edgar mit dem bürgerlichen Leben verbunden. Doch sie mag seine lockere, legere Art.

Eines Tages findet Edgar im Klohäuschen eine Reclamausgabe von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“. Anfangs zögert er, es zu lesen, bald hält er es aber wegen seiner Leidenschaft zum Lesen nicht mehr aus und verschlingt das Buch. Er kann sich mit Werthers Situation immer mehr identifizieren. Das führt schließlich so weit, dass er Textpassagen aus Goethes Buch auf Tonbänder aufnimmt und diese Willi zuschickt. Sie sollen seine momentanen Gefühle und seine Situation wiedergeben.

Bald kehrt Charlies Verlobter Dieter vom Wehrdienst zurück. Die beiden heiraten und ziehen in einen anderen Stadtteil. Der Kontakt zwischen Edgar und Charlie bricht zunächst ab.

Um endlich Geld zu verdienen und neue soziale Kontakte zu knüpfen, beginnt Edgar, bei einer Malerkolonne (auf dem Bau) zu arbeiten. Diese ist gerade mit der Entwicklung eines nebellosen Farbspritzgeräts beschäftigt. Aufgrund ständiger Provokationen des Vorarbeiters Addi wird er jedoch gefeuert und beschließt, sein eigenes Farbspritzgerät zu entwickeln. Obwohl er auf Zarembas (ältester Mitarbeiter der Kolonne und Edgar äußerst sympathisch) Wirken hin wieder in die Kolonne zurückgeholt wird, arbeitet Edgar weiter an dem Gerät. Eines Tages hängt ein Brief von Charlie an der Laubentüre (sie will wieder mehr Kontakt mit ihm haben) und so kommt es, dass die beiden wieder in Kontakt treten.

Als es zwischen Charlie und ihrem Mann kriselt, nachdem er nicht auf einen Ausflug mitfährt, auf dem er versprochen hatte mitzufahren, kommen sich Edgar und Charlie sehr nahe. Schließlich küssen sie sich (...unter anderem). Charlie bereut dies danach und will so schnell als möglich nach Hause.

Edgar ist zutiefst enttäuscht und beginnt, Werthers Motive für Selbstmord zu verstehen. Dennoch schließt er Suizid für sich aus. Stattdessen konzentriert er sich auf die Entwicklung seiner Farbspritzmaschine, von der er sich große Erfolge erhofft und mit der er sich vor allem beweisen will.

Beim ersten Test erliegt er einem 380V-Stromschlag.

Bei der Farbexplosion wird die Laube verwüstet und seine Bilder, die ihm ein Leben lang heilig waren. Nachdem er zwei Tage unentschuldigt bei der Arbeit nicht erschienen ist, suchen die Arbeitskollegen nach ihm, worauf sie ihn dann letztendlich auch finden.